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Vorwort Kirche, Werte und Werke

Mit Notfallseelsorge, Krankenhausseelsorge, Sterbebegleitung und mit vielen anderen Angeboten nimmt sich die Kirche insbesondere jener Menschen an, die zunehmend in den toten Winkel unserer Gesellschaft geraten. Dafür verfügt die Kirche über ein stabiles Netz von Angeboten und Einrichtungen. Ihre Fachkompetenz und Erfahrung kommen auch den vielen engagierten Frauen und Männern in den Kirchengemeinden zugute.

Das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Barmherzigkeit“ schärft den Blick auf den Glauben und die Werte, die das Handeln der Kirche bestimmen. Auf den folgenden Seiten zeigen wir anhand von Beispielen, wie wir die Werke der Barmherzigkeit heute interpretieren. Dabei wird deutlich: Das Handeln, die Zuwendung des Einzelnen ist entscheidend und wird es auch bleiben. Klar ist aber auch: Eine gewachsene und gefestigte Infrastruktur kann viele Aufgaben besser stemmen und neue Initiativen integrieren und stützen.

Das erleben wir derzeit bei der Begleitung und Eingliederung der vielen Menschen, die ihre Heimat in Kriegs- und Krisengebieten aufgeben mussten. Kirchliche Organisationen leisten hier wertvolle Arbeit. Und ihre Professionalität bildet zugleich eine starke Basis für die vermeintlichen „Amateure“, die vielen Männer und Frauen, die sich freiwillig aus christlicher Verantwortung engagieren – in der Flüchtlingsarbeit und darüber hinaus.

Um diese Infrastruktur aufzubauen, zu erhalten und weiterzuentwickeln, braucht es nicht zuletzt Geld.

Den größten Teil der verfügbaren Finanzmittel bringen die Kirchenmitglieder über die Kirchensteuer auf. Ihnen gilt mein herzlicher Dank. Der vorliegende Finanzbericht des Erzbistums Köln für das Jahr 2014 legt Rechenschaft über die Vermögenslage des Erzbistums ab und gibt einen detaillierten Einblick in die Verwendung der verfügbaren Mittel.

Die seelsorgerische und soziale Arbeit der Kirche braucht einen langen Atem. Das setzt eine umsichtige Finanzpolitik voraus, die weit vorausschaut und gleichzeitig schnell reagieren kann, wenn die Situation es erfordert. So konnte das Erzbistum Köln auch im vergangenen Jahr kurzfristig Mittel dort bereitstellen, wo die Not es verlangte. Wir sind deshalb froh, dass das Erzbistum wirtschaftlich solide aufgestellt ist.

Herzlichst
Ihr

Unterschrift_Meiering

Dr. Dominik Meiering
Generalvikar