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Jahresabschluss 2014 Ausblick

Das gute wirtschaftliche Umfeld wird derzeit von der hohen Binnennachfrage, dem niedrigen Ölpreis und den minimalen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank getragen. Eine sichere Prognose der weiteren Entwicklung dieser Faktoren ist kaum möglich. Kurz- bis mittelfristig erwartet das Erzbistum ein weiterhin moderates Wirtschaftswachstum bei stabiler Beschäftigung.

Bedeutsam für die weitere Entwicklung sind die nachhaltig sinkenden Katholikenzahlen als Grundlage des künftigen Kirchensteueraufkommens. Für die künftige Entwicklung dieser Zahl sind die Lebenserwartung, die Geburtenrate, die Migration sowie die Tauf- und Austrittswahrscheinlichkeit entscheidend. Nach aktuellen Berechnungen wird die Zahl der Katholiken im Erzbistum Köln in der nächsten Dekade um 10 bis 20 Prozent sinken. Diese Entwicklung wird auch zu rückläufigen Kirchensteuerzahlern führen. So könnten bei unveränderter Aufgabenwahrnehmung ab Mitte der zwanziger Jahre die jährlichen Aufwendungen die Erträge des Erzbistums nachhaltig überschreiten. Das Erzbistum verfolgt daher eine vorsichtige Finanzpolitik, um absehbaren Trends rechtzeitig Rechnung zu tragen.

Aktuell fordert die dramatische Entwicklung der Flüchtlingsbewegung nach Deutschland auch das Erzbistum in praktischer, inhaltlicher und finanzieller Hinsicht. Der Erzbischof und der Kirchensteuerrat haben bereits erhebliche Beträge freigegeben, um die verschiedensten Einrichtungen im Erzbistum bei der Aufnahme und Integration der hilfesuchenden Menschen zu unterstützen. Ein Ende des wachsenden Bedarfs ist derzeit nicht absehbar. Gleichwohl stellt sich das Erzbistum dieser Herausforderung und bringt seine Möglichkeiten für die Hilfe ein.

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